Manche Dinge dauern eben ein wenig. So hatte ich bis heute auch eher wenige Gelegenheiten zum Niederschreiben meiner Urlaubserlebnisse.
Aber heute soll es denn soweit sein - zumindest für den ersten Teil.
Kurze Info vorab: manche Videos werden im Firefox nicht sauber dargestellt. Liegt meist an der Integration der Flash Player - vermute ich.
IE oder Chrome mal versuchen.
Wie zuvor angekündigt habe ich in der ersten Woche meines Urlaubs an der Mega Avalanche (Megavalanche) in Alpe d'Huez teilgenommen.
Nun, im Detail ist es so nicht ganz richtig. Denn ich habe lediglich die Qualifaktion mit gemacht. Anschliessend bin ich wieder nach Stuttgart geritten, um am nächsten Morgen den Flieger und PKW nach Hamburg und Flensburg zu nehmen, damit ich dort der Hochzeit von Freunden beiwohnen konnte (klingt stressig, gell?).
Aber fangen wir einfach mal vorne an.
Am Montag machte ich mich also ganz genüsslich auf in Richtung Frankreich, Alpe d'Huez war das Ziel. Dirk konnte erst einen Tag später los, wollte also am Dienstag Abend eintreffen.
Meine Tour begann leider mies. Gar nicht so weit vor Singen war ein LKW in einer Baustelle in ein Baustellenfahrzeug gerammelt. Vollsperrung, mehrere Stunden Bergungsarbeiten. So stand ich da schon mal gute 90 Minuten. Anschliessend wurde der Verkehr umgedreht und zur nächsten Abzweigung geleitet. Das hat wohl in Summe gute zwei Stunden gekostet.
Meine anvisierten sieben Stunden waren also schon mal auf neun hinauf geschnellt.
Gut, Schweiz ist sowieso ein komisches Land zum Reisen. Müssen wir nicht weiter drüber sprechen.
In Frankreich gab es dann noch eine komische Umleitung in Höhe Grenoble. Habe mich ohnehin gewundert, warum mich mein Navi dort entlang schickt (den Grund kenne ich nun).
Egal, spät am Abend traf ich dann in Alpe ein und fand auch gleich unsere Absteige, äähm, unser Hotel.
Dirk hatte extra drauf bestanden, dass wir zu zweit eine Bude für vier Leute nehmen. Weise Wahl.
Vor dem Hotel traf ich dann gleich mal vier Deutsche, mit denen ich noch Abendessen und Bier ausmachte. Desweiteren waren wir gemeinsam die gesamten Tage über unterwegs. Sehr lustige Truppe. Wir hatten gemeinsam verdammt viel Spaß.
Cool war, dass die zu viert in einer solcher 4er Bude untergebracht waren
Drei Sachen weglegen, bevor man sich eine Sache greifen kann - so muss es bei denen zugegangen sein.
Tag 1 war dann recht entspannt. Wir starteten nicht zu früh, warum auch.
Unser Ticket, gekauft zusammen mit dem Package für die Mega (Mega Avalanche Kurzform) galt erst ab Mittwoch.
Also schauten wir mal, was so ein Tagesticket kostet: 18€. Interessanter Preis, seeehr günstig.
Also los und die Trails anschauen.
Ja, der erste Tag war gut. Wir sind viel gefahren. Sehr nette Trails, sehr feine Strecken.
Und wir hatten einfach ein super Wetter. Am Tag sehr warm, nachts bis ran an die Null Grad. Super.
Spät abends traf dann auch noch Dirk ein. So waren wir vollständig, eine lustige Truppe bestehend aus sechs Leuten.
Tag 2 begann zunächst 'offiziell'. Die Ausgabe für Startnummern, welcome package und Liftpässen wurde eröffnet.
Da konnte man dann gleich mal in bekannte Gesichter aus der Downhill und Freeride Szene blicken. Einige Deutsche Pros waren am Start.
Also Package gekrallt und weiter die Trails reiten.
Tag 2 galt desweiteren der Erkundung der echten Rennstrecke. Jene startet ganz oben auf dem Pic Blanc (Achtung, Google liefert diverse Pic Blanc, es ist aber der in Alpe d'Huez
)
Bis auf Dirk war von uns noch niemand hier, geschweige denn hat bei der Mega mitgemacht. Demnach kamen wir kaum aus dem Staunen, als wir so bei 3350m aus der Gondel stiegen. Wow! Irre! Und da gehts dann mit dem Rad runter? Holla!
Nun, dann haben wir uns also auf den Weg gemacht. Nützt ja nix.
Der Spaß beginnt gleich am Start: ein kleines, steiles Steinfeld. Aber nur kurz.
Der Spaß geht jedoch weiter ... und wird besser. Denn nun beginnt eine ein paar weniger Kilometer lange Skipiste. Okay, das wäre ja zunächst nicht so spektakulär, wenn man nicht in der Tat noch hätte Ski fahren können. JAAA, die Skipiste war eine Schneepiste. Überall Schnee. Wunderbar.
So ging es dann an die Arbeit die beste Technik für die Abfahrt zu finden. Nun, und wir mussten natürlich auch den anderen ein wenig zuschauen. Sah alles schon extrem lustig aus. Faustregel: Beim Fallen/Rutschen niemals das Rad loslassen. Sonst kann man u.U. viele Meter den berg hinauf laufen
Hier mal ein kurzer Eindruck - ein schön langes Video
Mehr folgt weiter unten
Quasi den Rest des Tages verbrachten wir mit der Abfahrt der Gesamtstrecke. Jene ist um die 30km lang und technisch nicht so sonderlich anspruchsvoll.
Es geht am Ende eher darum, wer die beste Fitness hat. Ein paar technisch interessante Teile sind dabei. Nicht nur überhalb der Baumgrenze, auch weiter unten im Wald. Da kann man es in Teilen gut krachen lassen.
Die Gegenanstiege machen die gesamte Strecke aber immens anstrengend. Meine Hochachtung an alle Fahrer.
Ich hatte ja das Übel/Glück, dass ich dieses Jahr nicht am eigentlichen Rennen teilnehmen musste/durfte.
Wie dem auch sei, nach der Tour waren wir gut fertig, sind dann aber, wenn ich mich nicht irre, noch ein paar Abfahrten um die Qualistrecke gefahren. Ich glaube, dass es der Tag war, an dem die Finals im Downhill-Rennen einen Ort weiter stattfanden. Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, um die letzten drei oder vier Fahren zu sehen. Darunter Chris Kovarik und Fabien Barel. Man, die hatten es echt drauf!
Abends Standardprogramm, Essen, Bierchen, rumlaufen. Wunderbarer Tag
Tag 3 sollte nicht zu anstrengend werden, da am kommenden Tag die Quali folgte. So sind wir einmal die komplette Strecke zur Quali und die Quali selbst abgefahren.
Von Alpe musste man leider noch ein wenig Weg einplanen, bis man zum Start der Quali auf 2850m (oder so) kam. Gondel, Ziehweg von 30-40 Minuten, Gondel, Start.
Selbst die Qualistrecke in einem Ritt war eine echte Herausforderung. Die Qualistrecke war technisch anspruchsvoller, wenn es auch keine so gealtigen Schneefelder gab. Schnee gab es, aber nur ganz kleine Felder.
Jedoch ging es zu 95% knackig bergab, teilweise durch gemeine Steinfeld, steile Stücken und nette Anlieger. Und im Wald alles sehr flowig, teilweise sehr steil. Leider war aber auch ein Anstieg dabei. Da galt es unfite Fahrer stehen zu lassen. Soweit die Theorie
Tag 4 war dann also mit dem Qualifaktionslauf gefüllt. Juhu.
Quali sieht bei der Mega in etwa so aus: es wird in 200er Gruppen gestartet. Die Gruppen sind 25-Mann Reihen aufgestellt.
Wer in welcher Reihe steht entscheidet ein wenig Glück und Geschick. Je früher man sich zur Mega anmeldet, umso weiter vorne steht man in der 200er Gruppe.
Gut, ich habe mich spät angemeldet und hatte Startnummer 326. Bedeutet im Umkehrschluss: ich startete in der zweiten 200er Gruppe an Platz 126. Klar soweit?
In jeder 200er Gruppe stehen weiter vorne immer ein paar Profis. Ist eine gute Idee, damit die Pros nicht alle in einer Gruppe starten, sondern alles gut gemischt ist.
Meine Quali verlief ansich ganz gut, ich sollte nicht klagen. Aber dennoch muss ich sagen, dass ich mit einem besseren Startplatz ein besseres Ergebnis erziehlt hätte. Möglicherweise.
Denn bereits beim Start wurde ich arg durch diverse Stürze aufgehalten. So ist das eben.
Auch konnte ich in den ersten Serpentinen nicht so richtig Gas geben. Die Leute waren irgendwie sehr langsam unterwegs. Ein gutes Zeichen für mich, bin also doch nicht so eine Wurst.
Weiter unten, beim Einstieg in die technischen und engen Passagen, wurde es dann noch schlimmer. Hier staute es sich umgehend, da sich Fahrer nicht die ersten Absätze hinunter trauten. Sofort Stau. Da heisst es dann schnell reagieren und das Rad irgendwie um die Leute tragen und weiter. Dies klapperte ganz gut, konnte so hinter mir einen gewaltigen Abstand erschaffen. Der hielt bis zum Ende.
Noch im oberen Teil habe ich mich dann selbst einmal abgeworfen. Das war in einem der Steinfelder noch oberhalb von Alpe. Das war echt gemein. Da musste man quasi durchfliegen und bloß nicht die Kindskopf großen Steine mitnehmen. Na ja, ist mir dann doch passiert und ab ging es über den Lenker.
Dirks goldene Regel "niemals umdrehen" habe ich dann doch prompt ignoriert. Denn es ist so, dreht man sich um und die hintern einem Fahrenden sehen dies, dann geben die extra Gas und wollen zwingend vorbei.
Gut, hinter mir war niemand. Super!
Kurze Zeit später folgte dann der ominöse Gegenanstieg. Hier waren Massen unterwegs und das Zuschauervolk wusste dies. Hier ging die Post ab.
Da ich aber oben schon ordentlich Gas gegeben hatte, war ich hier gut erledigt und habe mich beim Absteigen erwischt. Wurde dann aber umgehend von den Zuschauern angefeuert. Also wieder rauf, den Berg hinauf treten. Oben wurde mir fast schwarz vor Augen. Aber ich hatte Plätze erobert.
Mal kurz an alle, die sich das nicht so recht vorstellen können. Üblicherweise fährt man da mit recht dicken Rädern. Ist kein Muss, machen aber viele. Weil am Ende jeder Federweg Kraft spart. Andererseits sind diese Federwege bei Gegenanstiegen auch das Übel. Denn gefühlte zwei Drittel der in die Pedale getretetenen Energie geht in die Federn. Ätzend. Ach ja, und man fährt ja auch nicht nackt. Nein, Vollpanzerung auf Brust und Rücken, Arme. Ebenso an den Schienbeinen und Knien. Und natürlich einen Fullface-Helm. Das in Summe und verbunden mit hohen Temperaturen ist alles andere als optimal für Gegenanstiege
Das letzte Stück durch den Wald war einfach nur super. Ich hatte anfangs zwei langsame Leute vor mir. Konnte beide jedoch nicht überholen, weil sie einfach keinen Platz gemacht haben. Unfair sowas.
Jedoch folgten im Wald zwei seeehr steile und sandig-wurzelige Steilkurven. Ganz was Leckeres!
Viele Fahrer stiegen dort ab. Ich nicht und konnte so die beiden Jungs wie auch noch zwei weiterer Fahrer abhängen.
Hatte dann aber wieder zwei Fahrer vor mir, die den Eindruck machten, als wollten sie sich in einem flachen Stück kurz ausruhen. Aber nicht mit mir. Auf meinen Schreien gaben sie auch Gas, waren dennoch langsamer. Und jene haben mich dann auch nicht vorbei gelassen. Wieder sowas extrem unfaires.
Da wurde ich dann am Ende echt sauer und habe den direkt vor mir Fahrenden gelegentlich mal am Hinterrad wissen lassen, dass mir das zu langsam vorwärts ging. Auf einen Fahrfehler hin habe ich den ersten dann in einer Kurve innen überholt.
Der letzte war hartnäckig und gab mehr Gas. Gut für mich, das war mein Tempo. Im Ziel hat er sich dann gefreut wie ein Schneekönig, dass er mich nicht vorbei gelassen hat. Tja, zu dumm von ihm, dass er nicht gleich zu den Damen gefahren ist. Denn die scannen den RFID Chip ab und haben somit die Zeit.
Dirk meinte noch zu mir "denk dran im Ziel SOFORT zu Damen zu fahren". Damen sind immer gut. Und so hatte ich am Ende auch den noch überholt.
Leider musste ich dann mehr oder minder wieder ins Hotel und Sachen packen. Am gleich Tag ging es zurück nach Stuttgart.
Dirk teilte mir dann noch meine Platzierung mit: Platz 82. Oder eben 44 Plätze gut gemacht.
Damit kann ich wohl zufrieden sein. Aber wie zuvor erwähnt, mit einer besseren Startnummer wäre möglicherweise mehr drin gewesen.
Dabei darf man nie vergessen, dass ein Platten alle Pläne zunichte machen kann. Und man sieht unterwegs sehr viele Ausfälle.
Platz 82 hätte mich für das Mega Promo Rennen am Samstag qualifiziert.
Die Regeln sind einfach. Plätze bis 45 aus jeder Gruppe starten in der richtigen Megavalanche. 46 bis 90 in der Mega Promo, 91 bis 145 in der Mega Affinity #1 und 146 bis 200 in der Mega Affinity #2 . Einfach.
Anbei mal noch etwas Material zum Anschauen.
Ein quasi vollständiges Video des gesamten Rennens.
Die Uphills sind verkürzt (obwohl ich manche Uphills gar nicht so wild fand)
Ein schönes Video zum Rennen selbst. Sehr nett.
Zeigt aber auch weiter unten die Top Bedingungen (staubig)
Die Kuh ist los!
Hier das Video einer Helmet-Cam von einer Kuh. Der Typ ist samt Verkleidung als Kuh gefahren. Sehr edel
Und die Musik ist der Kracher!
Das ist auch noch was ganz Feines. Knappe 20 Minuten lang.
Wenn das nicht sogar das beste Video ist. Ab 2:30 wirds suuuuper.
Leider ist auch viel Laberei dabei. Das Ende kann man sich schenken.
Das hier zeigt nochmal sehr eindeutlig, wie es am Start des Rennens im Steinfeld und im Schnee abgeht. Ultra!
Ungefähr 3 Minuten lang
Soviel zum Thema Start bei der Quali. Auch ein sehr schönes Video
Bitte beachten, das ist eine Lady, die hier den Berg hinab schiesst.
Sagenhaft gut
Und hier der Mann zur Lady in einem best-of
Hier dann noch (schlechte) Bilder, geschossen unterwegs, u.a. während der Quali.
Was bleibt zu sagen? Nächstes Jahr wieder und dann so richtig!
Aber heute soll es denn soweit sein - zumindest für den ersten Teil.
Kurze Info vorab: manche Videos werden im Firefox nicht sauber dargestellt. Liegt meist an der Integration der Flash Player - vermute ich.
IE oder Chrome mal versuchen.
Wie zuvor angekündigt habe ich in der ersten Woche meines Urlaubs an der Mega Avalanche (Megavalanche) in Alpe d'Huez teilgenommen.
Nun, im Detail ist es so nicht ganz richtig. Denn ich habe lediglich die Qualifaktion mit gemacht. Anschliessend bin ich wieder nach Stuttgart geritten, um am nächsten Morgen den Flieger und PKW nach Hamburg und Flensburg zu nehmen, damit ich dort der Hochzeit von Freunden beiwohnen konnte (klingt stressig, gell?).
Aber fangen wir einfach mal vorne an.
Am Montag machte ich mich also ganz genüsslich auf in Richtung Frankreich, Alpe d'Huez war das Ziel. Dirk konnte erst einen Tag später los, wollte also am Dienstag Abend eintreffen.
Meine Tour begann leider mies. Gar nicht so weit vor Singen war ein LKW in einer Baustelle in ein Baustellenfahrzeug gerammelt. Vollsperrung, mehrere Stunden Bergungsarbeiten. So stand ich da schon mal gute 90 Minuten. Anschliessend wurde der Verkehr umgedreht und zur nächsten Abzweigung geleitet. Das hat wohl in Summe gute zwei Stunden gekostet.
Meine anvisierten sieben Stunden waren also schon mal auf neun hinauf geschnellt.
Gut, Schweiz ist sowieso ein komisches Land zum Reisen. Müssen wir nicht weiter drüber sprechen.
In Frankreich gab es dann noch eine komische Umleitung in Höhe Grenoble. Habe mich ohnehin gewundert, warum mich mein Navi dort entlang schickt (den Grund kenne ich nun).
Egal, spät am Abend traf ich dann in Alpe ein und fand auch gleich unsere Absteige, äähm, unser Hotel.
Dirk hatte extra drauf bestanden, dass wir zu zweit eine Bude für vier Leute nehmen. Weise Wahl.
Vor dem Hotel traf ich dann gleich mal vier Deutsche, mit denen ich noch Abendessen und Bier ausmachte. Desweiteren waren wir gemeinsam die gesamten Tage über unterwegs. Sehr lustige Truppe. Wir hatten gemeinsam verdammt viel Spaß.
Cool war, dass die zu viert in einer solcher 4er Bude untergebracht waren
Drei Sachen weglegen, bevor man sich eine Sache greifen kann - so muss es bei denen zugegangen sein.
Tag 1 war dann recht entspannt. Wir starteten nicht zu früh, warum auch.
Unser Ticket, gekauft zusammen mit dem Package für die Mega (Mega Avalanche Kurzform) galt erst ab Mittwoch.
Also schauten wir mal, was so ein Tagesticket kostet: 18€. Interessanter Preis, seeehr günstig.
Also los und die Trails anschauen.
Ja, der erste Tag war gut. Wir sind viel gefahren. Sehr nette Trails, sehr feine Strecken.
Und wir hatten einfach ein super Wetter. Am Tag sehr warm, nachts bis ran an die Null Grad. Super.
Spät abends traf dann auch noch Dirk ein. So waren wir vollständig, eine lustige Truppe bestehend aus sechs Leuten.
Tag 2 begann zunächst 'offiziell'. Die Ausgabe für Startnummern, welcome package und Liftpässen wurde eröffnet.
Da konnte man dann gleich mal in bekannte Gesichter aus der Downhill und Freeride Szene blicken. Einige Deutsche Pros waren am Start.
Also Package gekrallt und weiter die Trails reiten.
Tag 2 galt desweiteren der Erkundung der echten Rennstrecke. Jene startet ganz oben auf dem Pic Blanc (Achtung, Google liefert diverse Pic Blanc, es ist aber der in Alpe d'Huez
Bis auf Dirk war von uns noch niemand hier, geschweige denn hat bei der Mega mitgemacht. Demnach kamen wir kaum aus dem Staunen, als wir so bei 3350m aus der Gondel stiegen. Wow! Irre! Und da gehts dann mit dem Rad runter? Holla!
Nun, dann haben wir uns also auf den Weg gemacht. Nützt ja nix.
Der Spaß beginnt gleich am Start: ein kleines, steiles Steinfeld. Aber nur kurz.
Der Spaß geht jedoch weiter ... und wird besser. Denn nun beginnt eine ein paar weniger Kilometer lange Skipiste. Okay, das wäre ja zunächst nicht so spektakulär, wenn man nicht in der Tat noch hätte Ski fahren können. JAAA, die Skipiste war eine Schneepiste. Überall Schnee. Wunderbar.
So ging es dann an die Arbeit die beste Technik für die Abfahrt zu finden. Nun, und wir mussten natürlich auch den anderen ein wenig zuschauen. Sah alles schon extrem lustig aus. Faustregel: Beim Fallen/Rutschen niemals das Rad loslassen. Sonst kann man u.U. viele Meter den berg hinauf laufen
Hier mal ein kurzer Eindruck - ein schön langes Video
Mehr folgt weiter unten
Quasi den Rest des Tages verbrachten wir mit der Abfahrt der Gesamtstrecke. Jene ist um die 30km lang und technisch nicht so sonderlich anspruchsvoll.
Es geht am Ende eher darum, wer die beste Fitness hat. Ein paar technisch interessante Teile sind dabei. Nicht nur überhalb der Baumgrenze, auch weiter unten im Wald. Da kann man es in Teilen gut krachen lassen.
Die Gegenanstiege machen die gesamte Strecke aber immens anstrengend. Meine Hochachtung an alle Fahrer.
Ich hatte ja das Übel/Glück, dass ich dieses Jahr nicht am eigentlichen Rennen teilnehmen musste/durfte.
Wie dem auch sei, nach der Tour waren wir gut fertig, sind dann aber, wenn ich mich nicht irre, noch ein paar Abfahrten um die Qualistrecke gefahren. Ich glaube, dass es der Tag war, an dem die Finals im Downhill-Rennen einen Ort weiter stattfanden. Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, um die letzten drei oder vier Fahren zu sehen. Darunter Chris Kovarik und Fabien Barel. Man, die hatten es echt drauf!
Abends Standardprogramm, Essen, Bierchen, rumlaufen. Wunderbarer Tag
Tag 3 sollte nicht zu anstrengend werden, da am kommenden Tag die Quali folgte. So sind wir einmal die komplette Strecke zur Quali und die Quali selbst abgefahren.
Von Alpe musste man leider noch ein wenig Weg einplanen, bis man zum Start der Quali auf 2850m (oder so) kam. Gondel, Ziehweg von 30-40 Minuten, Gondel, Start.
Selbst die Qualistrecke in einem Ritt war eine echte Herausforderung. Die Qualistrecke war technisch anspruchsvoller, wenn es auch keine so gealtigen Schneefelder gab. Schnee gab es, aber nur ganz kleine Felder.
Jedoch ging es zu 95% knackig bergab, teilweise durch gemeine Steinfeld, steile Stücken und nette Anlieger. Und im Wald alles sehr flowig, teilweise sehr steil. Leider war aber auch ein Anstieg dabei. Da galt es unfite Fahrer stehen zu lassen. Soweit die Theorie
Tag 4 war dann also mit dem Qualifaktionslauf gefüllt. Juhu.
Quali sieht bei der Mega in etwa so aus: es wird in 200er Gruppen gestartet. Die Gruppen sind 25-Mann Reihen aufgestellt.
Wer in welcher Reihe steht entscheidet ein wenig Glück und Geschick. Je früher man sich zur Mega anmeldet, umso weiter vorne steht man in der 200er Gruppe.
Gut, ich habe mich spät angemeldet und hatte Startnummer 326. Bedeutet im Umkehrschluss: ich startete in der zweiten 200er Gruppe an Platz 126. Klar soweit?
In jeder 200er Gruppe stehen weiter vorne immer ein paar Profis. Ist eine gute Idee, damit die Pros nicht alle in einer Gruppe starten, sondern alles gut gemischt ist.
Meine Quali verlief ansich ganz gut, ich sollte nicht klagen. Aber dennoch muss ich sagen, dass ich mit einem besseren Startplatz ein besseres Ergebnis erziehlt hätte. Möglicherweise.
Denn bereits beim Start wurde ich arg durch diverse Stürze aufgehalten. So ist das eben.
Auch konnte ich in den ersten Serpentinen nicht so richtig Gas geben. Die Leute waren irgendwie sehr langsam unterwegs. Ein gutes Zeichen für mich, bin also doch nicht so eine Wurst.
Weiter unten, beim Einstieg in die technischen und engen Passagen, wurde es dann noch schlimmer. Hier staute es sich umgehend, da sich Fahrer nicht die ersten Absätze hinunter trauten. Sofort Stau. Da heisst es dann schnell reagieren und das Rad irgendwie um die Leute tragen und weiter. Dies klapperte ganz gut, konnte so hinter mir einen gewaltigen Abstand erschaffen. Der hielt bis zum Ende.
Noch im oberen Teil habe ich mich dann selbst einmal abgeworfen. Das war in einem der Steinfelder noch oberhalb von Alpe. Das war echt gemein. Da musste man quasi durchfliegen und bloß nicht die Kindskopf großen Steine mitnehmen. Na ja, ist mir dann doch passiert und ab ging es über den Lenker.
Dirks goldene Regel "niemals umdrehen" habe ich dann doch prompt ignoriert. Denn es ist so, dreht man sich um und die hintern einem Fahrenden sehen dies, dann geben die extra Gas und wollen zwingend vorbei.
Gut, hinter mir war niemand. Super!
Kurze Zeit später folgte dann der ominöse Gegenanstieg. Hier waren Massen unterwegs und das Zuschauervolk wusste dies. Hier ging die Post ab.
Da ich aber oben schon ordentlich Gas gegeben hatte, war ich hier gut erledigt und habe mich beim Absteigen erwischt. Wurde dann aber umgehend von den Zuschauern angefeuert. Also wieder rauf, den Berg hinauf treten. Oben wurde mir fast schwarz vor Augen. Aber ich hatte Plätze erobert.
Mal kurz an alle, die sich das nicht so recht vorstellen können. Üblicherweise fährt man da mit recht dicken Rädern. Ist kein Muss, machen aber viele. Weil am Ende jeder Federweg Kraft spart. Andererseits sind diese Federwege bei Gegenanstiegen auch das Übel. Denn gefühlte zwei Drittel der in die Pedale getretetenen Energie geht in die Federn. Ätzend. Ach ja, und man fährt ja auch nicht nackt. Nein, Vollpanzerung auf Brust und Rücken, Arme. Ebenso an den Schienbeinen und Knien. Und natürlich einen Fullface-Helm. Das in Summe und verbunden mit hohen Temperaturen ist alles andere als optimal für Gegenanstiege
Das letzte Stück durch den Wald war einfach nur super. Ich hatte anfangs zwei langsame Leute vor mir. Konnte beide jedoch nicht überholen, weil sie einfach keinen Platz gemacht haben. Unfair sowas.
Jedoch folgten im Wald zwei seeehr steile und sandig-wurzelige Steilkurven. Ganz was Leckeres!
Viele Fahrer stiegen dort ab. Ich nicht und konnte so die beiden Jungs wie auch noch zwei weiterer Fahrer abhängen.
Hatte dann aber wieder zwei Fahrer vor mir, die den Eindruck machten, als wollten sie sich in einem flachen Stück kurz ausruhen. Aber nicht mit mir. Auf meinen Schreien gaben sie auch Gas, waren dennoch langsamer. Und jene haben mich dann auch nicht vorbei gelassen. Wieder sowas extrem unfaires.
Da wurde ich dann am Ende echt sauer und habe den direkt vor mir Fahrenden gelegentlich mal am Hinterrad wissen lassen, dass mir das zu langsam vorwärts ging. Auf einen Fahrfehler hin habe ich den ersten dann in einer Kurve innen überholt.
Der letzte war hartnäckig und gab mehr Gas. Gut für mich, das war mein Tempo. Im Ziel hat er sich dann gefreut wie ein Schneekönig, dass er mich nicht vorbei gelassen hat. Tja, zu dumm von ihm, dass er nicht gleich zu den Damen gefahren ist. Denn die scannen den RFID Chip ab und haben somit die Zeit.
Dirk meinte noch zu mir "denk dran im Ziel SOFORT zu Damen zu fahren". Damen sind immer gut. Und so hatte ich am Ende auch den noch überholt.
Leider musste ich dann mehr oder minder wieder ins Hotel und Sachen packen. Am gleich Tag ging es zurück nach Stuttgart.
Dirk teilte mir dann noch meine Platzierung mit: Platz 82. Oder eben 44 Plätze gut gemacht.
Damit kann ich wohl zufrieden sein. Aber wie zuvor erwähnt, mit einer besseren Startnummer wäre möglicherweise mehr drin gewesen.
Dabei darf man nie vergessen, dass ein Platten alle Pläne zunichte machen kann. Und man sieht unterwegs sehr viele Ausfälle.
Platz 82 hätte mich für das Mega Promo Rennen am Samstag qualifiziert.
Die Regeln sind einfach. Plätze bis 45 aus jeder Gruppe starten in der richtigen Megavalanche. 46 bis 90 in der Mega Promo, 91 bis 145 in der Mega Affinity #1 und 146 bis 200 in der Mega Affinity #2 . Einfach.
Anbei mal noch etwas Material zum Anschauen.
Ein quasi vollständiges Video des gesamten Rennens.
Die Uphills sind verkürzt (obwohl ich manche Uphills gar nicht so wild fand)
Ein schönes Video zum Rennen selbst. Sehr nett.
Zeigt aber auch weiter unten die Top Bedingungen (staubig)
Mega Avalanche 2009 from Conor Mansell on Vimeo.
Die Kuh ist los!
Hier das Video einer Helmet-Cam von einer Kuh. Der Typ ist samt Verkleidung als Kuh gefahren. Sehr edel
Und die Musik ist der Kracher!
Das ist auch noch was ganz Feines. Knappe 20 Minuten lang.
Wenn das nicht sogar das beste Video ist. Ab 2:30 wirds suuuuper.
Leider ist auch viel Laberei dabei. Das Ende kann man sich schenken.
Das hier zeigt nochmal sehr eindeutlig, wie es am Start des Rennens im Steinfeld und im Schnee abgeht. Ultra!
Ungefähr 3 Minuten lang
Soviel zum Thema Start bei der Quali. Auch ein sehr schönes Video
Bitte beachten, das ist eine Lady, die hier den Berg hinab schiesst.
Sagenhaft gut
Und hier der Mann zur Lady in einem best-of
Hier dann noch (schlechte) Bilder, geschossen unterwegs, u.a. während der Quali.
Was bleibt zu sagen? Nächstes Jahr wieder und dann so richtig!
Geschrieben von Torsten
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Kommentare
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Servus Torsten!
Laaanger Artikel!
Aber ich nehm mir die Zeit, jedes Wort zu lesen ... spannende Sache mit dem Radrennen ...
Grüsse von Totte
Laaanger Artikel!
Aber ich nehm mir die Zeit, jedes Wort zu lesen ... spannende Sache mit dem Radrennen ...
Grüsse von Totte
Servus der Totte.
Ja, langer Artikel. Wäre ursprünglich noch länger geworden.
Sehenswert sind auf jeden Fall auch die Videos. Wobei ich gerade sehe, dass drei Videos mit meinem Firefox nicht sichtbar sind. Mit anderen Browsern klappert es aber auch.
Viel Spaß beim Lesen/Sehen
Ja, langer Artikel. Wäre ursprünglich noch länger geworden.
Sehenswert sind auf jeden Fall auch die Videos. Wobei ich gerade sehe, dass drei Videos mit meinem Firefox nicht sichtbar sind. Mit anderen Browsern klappert es aber auch.
Viel Spaß beim Lesen/Sehen
Nahmd Torsten!
Ja, mit dem Firefox und dem Video ist schon länger so auf Deiner Seite ... irgendwie hab ich mir nun bei Dir angewöhnt, IE regelmässig zu nutzen ...
Mist - hätte ich das eher bei Dir melden sollen?
MfG
Totte
Ja, mit dem Firefox und dem Video ist schon länger so auf Deiner Seite ... irgendwie hab ich mir nun bei Dir angewöhnt, IE regelmässig zu nutzen ...
Mist - hätte ich das eher bei Dir melden sollen?
MfG
Totte
Hi Totte,
das liegt eher an den Videos. Nicht an meiner Seite generell. Und die Videos sind ja auch nur embedded.
Also liegt es an den Playern der Videos und deren Integration in Firefox. Sind meist irgendwelche Flash-Geschichten.
Oder klappen auch andere Dinge nicht? Das wäre mir neu
das liegt eher an den Videos. Nicht an meiner Seite generell. Und die Videos sind ja auch nur embedded.
Also liegt es an den Playern der Videos und deren Integration in Firefox. Sind meist irgendwelche Flash-Geschichten.
Oder klappen auch andere Dinge nicht? Das wäre mir neu
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Comments
Torsten zu FRAX 2010 - Nun endlich
Sun, 05.09.2010 23:07
Verdammt, jetzt habe ich doch
den Eindruck erweckt, dass die
Tour nur abends sehr anstreng
end war. Neeeein, das wa [...]
Carsten zu FRAX 2010 - Nun endlich
Sun, 05.09.2010 17:00
Ho Meister! Respekt. Scheinte
ne anstrengende (alkohol), abe
r schöne (Trail/Natur)-Tour ge
wesen zu sein
Hach [...]
Torsten zu FRAX 2010 - Nun endlich
Thu, 02.09.2010 09:30
Hey, danke dir!
Ich kann dir
sagen, warum er das eine oder
andere vergessen hat 
Matthias M. zu FRAX 2010 - Nun endlich
Thu, 02.09.2010 09:15
Sehr netter Bericht! Mein Brud
er hat mir ja auch schon Diver
ses zu den paar Tagen erzählt,
aber ist schick das noc [...]
Torsten zu FRAX 2010 - Nun endlich
Thu, 02.09.2010 00:11
Moooooooment.
Wenn Streifenhö
rnchen der Jörg ist, dann muss
er sich mir gegenüber ZWINGEN
D kenntlich machen. Ich [...]


Wie war das noch? Hobbies sollte man konsequent betreiben - oder lieber bleiben lassen. Na ja, manchmal glaube ich ja, dass ich es leicht übertreibe. Am Ende freue ich mich dann aber doch wieder. So habe ich mich nach dem diesjährigen Urlaub in Alpe d
Aufgenommen: Aug 25, 22:56
Jörg Kachelmann ist wieder frei - und das kommt mir gerade echt gelegen. Da bin ich doch am vergangenen Wochenende ad-hoc mit Johannes ins Tal der Spiele aufgebrochen, in der Hoffnung tolle Trails meistern zu können. Durch den Wegfall der Mega Avalanche
Aufgenommen: Jul 29, 21:02